Mit dem Elektroauto in den Urlaub zu fahren, ist heute einfacher denn je. Das Ladenetz in Europa wächst stetig und entlang der wichtigsten Reiserouten stehen mittlerweile zahlreiche Schnellladestationen zur Verfügung. Mit etwas Planung lassen sich längere Strecken problemlos bewältigen – oft sogar entspannter als mit einem Verbrenner, da regelmäßige Pausen ohnehin empfohlen werden.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Urlaubsreise mit dem E-Auto optimal planst, worauf du beim Laden achten solltest und welche Tipps die Fahrt noch angenehmer machen.
Die richtige Vorbereitung ist entscheidend
Eine gute Planung macht die Urlaubsfahrt mit dem Elektroauto deutlich entspannter. Moderne Routenplaner berücksichtigen nicht nur die Reichweite deines Fahrzeugs, sondern schlagen auch passende Ladestopps entlang der Strecke vor. Idealerweise legst du etwa alle 200 bis 300 Kilometer beziehungsweise alle zwei bis drei Stunden eine Pause ein – das entspricht häufig genau der Zeit, die ein Schnellladevorgang benötigt.
Vor Reisebeginn solltest du außerdem folgende Punkte beachten:
- Route inklusive Ladestopps planen
- mehrere Lade-Apps oder Ladekarten bereithalten
- prüfen, ob dein Ladetarif auch im Ausland gilt
- Typ-2- und CCS-Lademöglichkeiten im Reiseland kennen
Gerade im Ausland empfiehlt es sich, neben einer App auch eine physische Ladekarte dabeizuhaben. So bist du flexibel, falls an einer Ladesäule das Mobilfunknetz eingeschränkt ist.
Reichweite richtig einschätzen
Im Alltag reicht die angegebene Reichweite eines Elektroautos häufig problemlos aus. Auf der Urlaubsfahrt können jedoch Faktoren wie volle Beladung, hohe Geschwindigkeiten oder eine Dachbox den Energieverbrauch erhöhen.
Plane deshalb bei einem voll beladenen Fahrzeug oder mit Dachbox einen Mehrverbrauch von etwa 10 bis 20 Prozent ein. So vermeidest du unnötigen Stress und erreichst die nächste Lademöglichkeit sicher.
Elektroauto richtig laden
Schnellladen spart Zeit
Auf längeren Strecken empfiehlt es sich, sogenannte High-Power-Charging-Stationen (HPC) entlang der Autobahn zu nutzen. Moderne Elektroautos können dort mit Ladeleistungen von 150 kW, 200 kW oder sogar mehr laden. Dadurch dauert ein Ladestopp häufig nicht länger als eine normale Rastpause.
Für möglichst kurze Ladezeiten solltest du den Akku möglichst nicht bis 100 Prozent aufladen und den Ladevorgang idealerweise bereits bei etwa 80 Prozent beenden. Verfügt dein Fahrzeug über eine Batterievorkonditionierung, empfiehlt es sich außerdem, diese vor dem Ladestopp zu aktivieren. So wird der Akku auf die optimale Temperatur gebracht und kann an der Ladesäule schneller laden.
Der Grund: Ab etwa 80 Prozent reduziert das Batteriemanagement die Ladeleistung deutlich, um den Akku zu schonen. In vielen Fällen ist es deshalb effizienter, häufiger kürzer zu laden als einmal bis 100 Prozent zu warten.
Laden im Urlaub
Auch am Urlaubsort gestaltet sich das Laden mittlerweile unkompliziert. Viele Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze bieten inzwischen eigene Wallboxen oder Lademöglichkeiten für Gäste an. Am besten informierst du dich bereits vor der Buchung, ob deine Unterkunft über entsprechende Ladepunkte verfügt.
Gerade im Sommer lohnt es sich außerdem, einen schattigen Parkplatz zu wählen. So heizt sich die Batterie weniger stark auf und das Fahrzeug muss weniger Energie für die Kühlung aufwenden.
Fazit: Mit guter Planung entspannt elektrisch verreisen
Eine Urlaubsreise mit dem Elektroauto ist heute problemlos möglich. Wer seine Route im Voraus plant, die passende Ladeinfrastruktur nutzt und den Energieverbrauch realistisch einschätzt, kommt sicher und entspannt ans Ziel. Regelmäßige Ladepausen sorgen zudem für mehr Erholung während der Fahrt und machen lange Strecken angenehmer.
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